Angesichts der zahlreichen Erweiterungen, die Xbox Live noch in diesem Jahr erfahren soll haben die Kollegen von IGN mit Andre Vrignaud, Director of Technical Strategy für Xbox Live, gesprochen und diskutierten über einige bekannte Zukunftsdetails von Xbox Live, aber auch persönliche Meinungen und Ansichten. Wir wollen euch die wichtigsten Aussagen kompakt liefern:
Auf die Frage, warum auf der amerikanischen Xbox Live Starter Disk die Demoversion von Whacked durch das Spiel Tetris Worlds ersetzt wurde, sagte Vrignaud, dass man die Starter Disk regelmäßig verändern werde. Dabei entscheide Beliebtheit, die Qualität des Xbox Live Supports, die Aktualität und noch das ein oder andere weitere Kriterium über die Titel, die ihren Weg auf die Disk finden. Da MotoGP immer noch zu den beliebtesten Xbox Live-Titeln zählt, sah man keinen Grund, das Rennspiel bereits zu ersetzen.
Vrignaud bestätigte die Kosten für Xbox Live nach dem Inklusivjahr, das jedem Starterkit beiliegt. Der Spieler hat entweder die Wahl, sein Abonnement monatlich zum Preis von jeweils 5,99 Dollar oder aber einmal jährlich zum Preis von 49,99 Dollar verlängern zu lassen (die Zahlen beziehen sich auf den amerikanischen Markt). Dabei erneuert sich das Abonnement solange automatisch, bis es vom Xbox Live-Besitzer gekündigt wird. Jedem Xbox Live-Spiel soll ab Herbst die Möglichkeit beiliegen, Xbox Live unverbindlich für zwei Monate kostenlos zu testen. Wer danach weiter in den Genuss des Dienstes kommen will, wird automatisch ein Jahr abonnieren müssen. Die Möglichkeit, monatlich zu bezahlen, besteht erst nach diesem ersten Jahr.
Auf die Frage, wann man mit dem ersten Microsoft-Spiel rechnen dürfe, bei dem zusätzlich eine Gebühr fällig wird, versprach Vrignaud, dass diese Option in keinster Weise als Plan bei Microsoft in der Schublade liege. Von den über 100 Xbox-Live-Titeln, die im Laufe des nächsten Jahres erscheinen sollen, werden sehr wenige, vielleicht sogar nur Phantasy Star Online mit einer zusätzlichen Gebühr den Spieler zur Kasse bitten.
Die Frage, warum manche Publisher eine bessere Xbox Live-Implementierung bieten würden als Microsoft selbst, konterte Vrignaud mit der Aussage, dass man gegenseitig voneinander lernen werde und die Xbox Live Implementierung in Zukunft immer besser und überzeugender gestalten werde.
Schmunzeln muss man, wenn Vrignaud selbstkritisch über die Festplatte der Xbox spricht. Vor Xbox Live sei sie einfach nur die größte Memorykarte der Welt gewesen (die aufgrund ihrer Größe das Speichern von zahlreichen Musiktracks ermöglicht), mit Xbox Live würden sich allerdings ganz neue Möglichkeiten zur Nutzung der Festplatte ergeben. Vor allem die Downloads werden in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Bisher wurden schon über 1,3 Millionen Downloads via Xbox Live heruntergeladen, Tendenz steigend. Einen kleinen Angriff auf Sony konnte sich Vrignaud im Zusammenhang mit der Patchmöglichkeit nicht verkneifen: "Nicht überzeugt von der Autoupdate-Funktion von Xbox Live? Schaut auf Sonys SOCOM, schaut euch die öffentlichen Foren an. SOCOM ist durchlöchert mit Cheatmöglichkeiten und ohne Festplatte kann Sony nichts dagegen tun."
Wer das gesamte Interview lesen will, in dem es noch weitere Spitzfindigkeiten gegen Sony gibt, der sollte hier vorbeischauen.
zum artikel Quelle:abx