Ist lange her, aber wie es ausgegangen ist, ist trotzdem interessant und sollte jedem ein Vorbild sein.
Trotzdem eigentlich alles klar war, ist im Grunde jeder auf seinem Schaden sitzengeblieben.
Oder besser gesagt: Der Verursacher hat durch den Unfall Geld verdient und ich hatte ein paar tausend Euro Kosten.
Ich habe zwar ein paar Scheine von der gegnerischen Versicherung bekommen (und er von meiner - was vollkommen laecherlich war - wir erinnern uns: mein Barchetta wurde von einem 40 Tonnen Kieslaster gerammt!!!) aber die haben die verursachten Kosten fuer Anwalt und Co. komplett aufgefressen. Da war fuer die Reparatur des Autos kein Geld mehr uebrig.
Mein Anwalt riet mir mangels Rechtsschutzversicherung seinerzeit davon ab vor Gericht zu gehen um weitere Kosten zu vermeiden und ich habe auf ihn gehoert.
Fuer den naechsten Fall hat er mir zumindest zu einer Verkehrsrechtsschutzversicherung geraten, die ich ueber den ADAC auch fuer schmales Geld abgeschlossen habe. Das naechste mal wird der Spass also durchprozessiert.
Diese Versicherung kostet (wenn ich es recht erinnere) 70,- Euro im Jahr und sollte von JEDEM abgeschlossen werden. Selbst wenn man gar kein KFZ hat und nur Fussgaenger ist. Denn wird man auf einem Zebrastreifen ueberfahren, und es kommt zu einem Prozess... was dann?
Ich habe viel Geld fuer die Erfahrung bezahlt, dass die Moral in Deutschland offenbar komplett am Boden ist. (Mein Anwalt machte wirklich grosse Augen, als ich im sagte, dass ich wirklich geglaubt hatte, das ganze wuerde ehrlich ablaufen.) Ich habe gelernt, dass bei dem kleinsten zu erlangenden Vorteil dreist gelogen wird und, dass ich, als jemand der wohl nie im leben jemanden vor Gericht zitieren wird, aus genau diesem Grund dringend eine Rechtschutzversicherung brauche.
Sie haette sich fuer mich bereits im ersten Fall bezahlt gemacht.