rebecca und ich wollen uns auch einen hund ins haus holen und überlegen schon seit tagen welcher es nun werden soll.
wir sind zumindest schonmal soweit das wir wissen, dass es ein geretteter hund aus ungarn sein soll,
wir beschränken uns allerdings auf ein alter bis max. 5 monate weil das arme kerlchen sonst evtl. nen argen knacks von seinem leben in ungarn hat und wir uns, als hundeanfänger, engestehen müssen mit dem tier dann vll. nicht zurechtzukommen.
So schön ich es auch finde, dass ihr Euch eines geretteten Hundes annehmen wollt, so sehr muss ich auch davor warnen.
Einen Hund
vernünftig großzuziehen bedarf schon ein bischen Ahnung, aber bei einem Hund, bei dem die Prägephase mies verlaufen ist, ist es ein echtes Kunststück und braucht viel Geduld.
Ich sehe es gerade an unserem Klaus, den wir auch aus katastrophalen Umständen haben (wenn auch aus Deutschland).
Mit Menschen verbindet er bisher nur schlechtes. Er ist ganz offensichtlich geschlagen und getreten worden und dürfte darüber hinaus kaum Kontakt mit Menschen gehabt haben.
Da ich gerade Urlaub habe, verbringe ich fast den ganzen Tag mit ihm und dank Handfütterung (er soll ja schliesslich lernen, dass Hände nicht schlagen, sondern Futter geben) kommt er inzwischen bis auf einen Meter an mich heran.
Wenn er frisst, lässt er sich sogar von mir anfassen, bleibt aber angespannt und immer bereit wegzuspringen.
Ihn unter diesen Umständen stubenrein zu bekommen ist ein großes Problem, denn immer wenn ich auf ihn zugehe denkt er, ich will ihn schlagen.
Macht man ihn an die Leine, bleibt er sofort stehen wie ein Sägebock und rührt sich überhaupt nicht mehr. Gassi gehen ist also auch nicht.
Also schlafe ich seitdem unten und die Tür zum Garten bleiben geöffnet, mit dem Effekt, dass er irgendwo im Garten schläft. Eine Decke oder gar ein Körbchen ist ihm ebenso fremd wie Spielzeug. Immerhin trägt er gelegentlich die Gieskanne durch den Garten. Wahrscheinlich hatte er damals mal sowas zum spielen entdeckt.
Damit er mal die Gelegenheit hat sich mich in Ruhe aus der Nähe anzusehen, habe ich neulich auf dem Fußboden übernachtet. Wenn ich schlafe, kann er sich sicher sein, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Das hat ihm wohl gut gefallen, denn immerhin legte er sich nur einen Meter von mir entfernt hin, was schon als großer Fortschritt zu bezeichnen ist.
Was ich also sagen will: Es ist toll, wenn Leute sich geretteter Hunde annehmen, aber ihr solltet auch wissen worauf ihr euch da eigentlich einlasst.
Vorher schon mal Hunde gehabt zu haben und zu verstehen wie Hunde funktionieren kann da wirklich nicht schaden.
Natürlich gibt es auch viele Bücher zu dem Thema.